Die größten Rallys und Crashs der Geschichte

Im Februar 2020 erreichte der DAX mit über 13.700 Punkten sein Allzeithoch – doch nun schlägt sich die Corona-Pandemie an den Märkten nieder. Denn wie die Wirtschaftskonjunktur, so steigen und fallen auch die Börsenkurse. Und obwohl Kursbewegungen normal sind, bleiben oft nur die großen Crashs im Gedächtnis. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es nach einem Tief auch wieder bergauf geht. Bei den sogenannten Börsenrallys können die Kurse entweder stetig wachsen oder plötzlich in die Höhe schnellen. Im Folgenden haben wir fünf der wichtigsten Börsenereignisse der Geschichte einmal Revue passieren lassen.

1) Die niederländische Tulpenhausse des 17. Jahrhunderts

Eine der ersten großen Börsenrallys erlebten die Händler in den Niederlanden bereits Mitte des 17. Jahrhunderts. Damals, in der sogenannten Tulpenhausse von 1634 bis 1637, boomte der Handel mit Blumen. Allen voran die immer noch legendären holländischen Tulpen. Durch die Zucht seltener Arten wurden die Preise immer weiter in die Höhe getrieben und Tulpenzwiebeln für einen höheren Preis weiterverkauft, um daraus Gewinn zu schlagen. Die Zwiebeln seltener Züchtungen wurden irgendwann sogar parallel zu Aktien gehandelt und waren zum Teil, nach heutiger Rechnung, bis zu 50.000 Euro wert. Dies waren geradezu astronomische Preise. Deshalb kam es, wie es kommen musste: Im Februar 1637 platzten die Spekulationsgeschäfte und eine Verkaufspanik entbrannte, nachdem die ersten Händler anfingen ihre Gewinne einzuholen. Dies war der erste große Börsencrash seiner Art.

2) Schwarzer Freitag 1929

Der wohl spektakulärste und bislang weitreichendste Börsencrash ereignete sich im Herbst 1929. Am 24. Oktober, einem Donnerstag, fingen nach einer langen Aufschwung-Phase, die viele Privatanleger an die Börse gebracht hatte, die Kurse in den USA an zu fallen. Tatsächlich ging jedoch der Tag danach, der 25. Oktober 1929 als der „Schwarze Freitag“ in die Geschichte ein. Aufgrund der Zeitverschiebung nach Europa fand für viele Investoren der drastischste Abfall der Kurse an diesem Tag statt. Der amerikanische Leitzins Dow Jones brach um ganze 85 Prozent ein und die Verluste beförderten die USA in eine Wirtschaftskrise. Diese breitete sich daraufhin schnell auf den Rest der Welt aus und läutete die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre ein, heute auch bekannt als die Große Depression.

3) Die Dotcom-Blase von 2000

Als in den 1990er Jahren das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, sich jedoch rasant weiterentwickelte, begannen viele Anleger in die vielfältigen, erfolgsversprechenden Geschäftsideen der Internet-Start-Ups zu investieren. Diese wurden im Index des Neuen Marktes (Nemax) gelistet, einem neuen Börsensektor für New-Economy-Unternehmen. Da so viele Anleger vom Internet-Boom und den scheinbar unendlichen Wachstumschancen des Sektors überzeugt waren, wurde geradezu blind in Unternehmen investiert. Dies erlaubte es Newcomer-Firmen an die Börse zu gehen, ohne dass sie bereits große Erfolge vorweisen mussten. Auch wenn wir heute wissen, dass das Internet durchaus viel Potential liefert, wurde damals die Wachstumsrate überschätzt – und die Blase platzte im Jahr 2000. Unerfahrenere, private Kleinaktionäre, welche sich vom Boom hatten mitreißen lassen, gerieten in eine Verkaufspanik als erfahrene Großaktionäre gegen Ende des Booms ihre Anteile wieder verkauften.

4) Die Lehman-Pleite 2008

Ein ebenfalls sehr berühmter Crash ereignete sich im Jahr 2008, als in den USA nach langem Wachstum die Immobilienblase platze – und zunächst die Branche in eine Krise stürzte. Viele US-Bürger hatten in den Jahren zuvor Kredite für ihr Eigenheim aufnehmen können, da der Leitzins damals so niedrig war. Doch als der Zins wieder angehoben wurde, stiegen auch die Hypothekenraten an. Die Folge: Viele Kreditnehmer mussten ihre Häuser verkaufen. Die Krise weitete sich bald auch auf die Finanzbranche aus, da einige Banken mit amerikanischen Immobilienkrediten gehandelt hatten, um höhere Gewinne zu erzielen. Als die Immobilienpreise abstürzten, machten die Banken jedoch Verluste in Milliardenhöhe – darunter auch die Investmentbank Lehman Brothers.

Am 15. September 2008 kam es dann zum absoluten Tiefpunkt. Obwohl die USA einigen Banken staatliche Rettungspakete bereitstellte, war bei Lehman Brothers Schluss. Die Regierung forderte eine Lösung innerhalb der Finanzbranche, da der politische Druck zu groß wurde, keine weiteren Banken zu retten. Allerdings wollte kein anderes Institut das Unternehmen aufkaufen, sodass Lehman Brothers Insolvenz anmelden musste. Auch in anderen Ländern wurden einigen Banken finanzielle Hilfen vom Staat zur Verfügung gestellt, um die Krise abzufangen. Das im Oktober 2008 in Deutschland beschlossene Bankenrettungspaket umfasste 480 Milliarden Euro.

5) Fukushima 2011: Kettenreaktion nach Naturkatastrophe

Auf einer Naturkatastrophe basierte hingegen der Kurseinbruch im März 2011. In den frühen Morgenstunden des 12. März wurde Japan von einem starken Erdbeben erschüttert, das auch eine Tsunami-Flutwelle auslöste. Viele Städte und Dörfer entlang der Küste wurden verwüstet und tausende Menschen verloren ihr Leben. Die Welle hatte außerdem das Kernkraftwerk Fukushima schwer beschädigt, aus dem später radioaktive Strahlung austrat. Die Lage in Japan spitzte sich zu und die wirtschaftlichen Folgen waren sehr ungewiss. Das führte zu Verunsicherung an den Märkten und löste eine Panik unter Anlegern aus, was zu einem Kursrutsch des japanischen Leitzins Nikkei um 20 Prozent führte. Auch andere Indizes weltweit hatten nach der Katastrophe Kurseinbrüche zu verzeichnen. Doch dank der Hilfen durch die japanische Notenbank und der Aussicht auf einen schnellen Wiederaufbau erholten sich die Kurse relativ schnell wieder.

Stets die Märkte im Auge behalten!

Ja, es geht hoch und runter an den Börsen. Aber die beschriebenen Beispiele sind Extreme und nicht tagtäglich zu befürchten. Vielmehr kann jeder durch die sorgfältige Beobachtung und Analyse der Märkte reelle Chancen erkennen – und somit von Börsenrallys profitieren. 2018 löste beispielsweise die Zinspolitik des Fed-Chefs Powell eine Börsenrallye aus. Zudem steigen die Kurse manchmal auch durch aussichtsreiche Entwicklungen in innovativen Branchen. Wie zum Beispiel im Jahr 2012 als die „Apple-Rally“ den Börsenwert des Tech-Unternehmens rasant über die halbe-Billion-Dollar-Marke steigen ließ.

Experten mit langjähriger Börsenerfahrung können dabei eine Hilfe für unerfahrene Anleger sein. Ein kompetenter und unkomplizierter Partner ist Solidvest, die Online-Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG. Die breite Marktexpertise der DJE-Analysten fließt auch in das Online-Angebot ein und kann somit insbesondere Börsenneulingen schnell und einfach die notwendige Erfahrung zur Verfügung stellen. Durch die hauseigene FMM-Methode haben die Analysten die Märkte kontinuierlich im Blick und finden auch in unruhigeren Börsenzeiten – wie der aktuellen Corona-Krise – vielversprechende Qualitätstitel. Um auch in solchen Zeiten bestens aufgestellt zu sein, bieten eine aktive Risikosteuerung durch erfahrene Finanzexperten sowie ein gut diversifiziertes Depot den entscheidenden Vorteil.

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Gianna Miscioscia

Der Autor

Gianna Miscioscia

Frau Miscioscia ist verantwortlich für die User Experience auf der Website sowie für Kommunikationsmaßnahmen im Online-Bereich. Zuvor war sie im Bereich Content-Strategy bei mytheresa.com, einem Online-Shop für Luxusmode, tätig. In ihrem BWL-Masterstudium an der Universität Bamberg setzte sie ihre Schwerpunkte auf Marktstrategien und Innovationsmanagement.

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