Mehr Stabilität im Portfolio dank Anleihen

Das Coronavirus hat in den vergangenen Wochen für viel Bewegung an den Finanzmärkten gesorgt. Viele Anleger sind angesichts turbulenter Marktphasen verunsichert und fragen sich, wo das eigene Kapital noch gut und sicher angelegt ist. Wir erklären, inwiefern Anleihen für mehr Stabilität im Portfolio sorgen können.

Was genau sind Anleihen?

Oftmals auch bekannt als Rentenpapiere, Obligationen oder Bonds, handelt es sich bei Anleihen um Schuldscheine, die sowohl von Staaten (Staatsanleihen) als auch von Unternehmen (Unternehmensanleihen) ausgegeben werden. Anleihen gehören schon seit Jahrhunderten zu den klassischen Mitteln der Fremdfinanzierung. Mit ihrer Hilfe können sich Länder oder Unternehmen mittel- bis langfristig Geld leihen.

Heißt: Anleger, die eine Anleihe kaufen, werden zum Gläubiger. Der Emittent der Anleihe hingegen wird zum Schuldner, der dem Anleger die Rückzahlung sowie Zahlung eines festen, vorab festgelegten Zinsertrags gewährleistet. Deshalb auch die Bezeichnung als fest verzinsliches Wertpapier. Anders als bei einer Aktie erhält der Anleger bei einer Anleihe jedoch kein Stimm- oder Teilhaberrecht. Da die Bedingungen zuvor beim Kauf festgelegt werden und Kursschwankungen von Anleihen grundsätzlich geringer sind als die von Aktien, gelten Anleihen als relativ sichere Geldanlage, beziehungsweise risikoärmere Alternative, die stabile Erträge bringt.

 

High Yield vs. Investment Grade: Zinserträge für jedes Risikoprofil

Der Wert einer Anleihe wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, darunter vor allem die Bonität des Emittenten, die auch Aufschluss darüber gibt, wie riskant ein Anleiheinvestment ist. Denn das Spektrum von Anleihen ist groß. Es gibt sowohl sehr sichere als auch risikoreichere Varianten: Je wahrscheinlicher es ist, dass das Unternehmen oder der Staat während der Laufzeit zahlungsunfähig, beziehungsweise -unwillig wird, desto geringer ist die Bonität und desto riskanter die Anleihe. Um das Risiko richtig einschätzen zu können, werden Kreditnehmer daher regelmäßig einer sogenannten Kreditwürdigkeitsprüfung unterzogen. Auch Ratingagenturen wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's ermitteln regelmäßig die Bonität von Staaten und Unternehmen, um Gläubigern Informationen zur Kreditwürdigkeit zur Verfügung zu stellen.

Mit geringem Risiko behaftet sind sogenannte Investment Grade-Anleihen. Das sind Anleihen mit einer guten bis sehr guten Bonität und einem Rating von AAA bis BBB-. Zur riskanteren Form von Staats- und Unternehmensanleihen gehören hingegen beispielsweise Hochzinsanleihen – auch „High Yields“ genannt. Sie besitzen eine vergleichsweise geringe Bonität und werden mit einem Rating von „BB“ oder schlechter bewertet. Zwar haben sie ein höheres Risiko, bieten gleichzeitig aber auch höhere Renditechancen.

 

Stabile Erträge in volatilen Marktphasen

Anleihen werden wegen der geringeren Kursschwankung häufig zur Absicherung von Depots verwendet. Denn der absolute Pluspunkt: Sie liefern in der Regel eine zuverlässige Rendite. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die geringe Korrelation zu Aktien: Anleihen bringen oft gerade dann positive Renditen, wenn die Aktienkurse sinken, und können so dazu beitragen Wertschwankungen abzumildern. Anleger sind also gut beraten, ihr Vermögen über verschiedene Anlageklassen hinweg zu streuen, um die Gesamtvolatilität des Portfolios sowie das Anlagerisiko zu reduzieren.

 

Flexibel bleiben – gerade in Krisenzeiten

Solidvest, die Online-Vermögensverwaltung der DJE Kapital, bietet Anlegern eine professionelle Zusammenstellung eines Portfolios – ganz nach individueller Risikoneigung. Wer also auf Nummer sicher gehen will, kann in seinem Portfolio Anleihen stärker gewichten. Je nach Chance-Risiko-Profil eines Anlegers, wird eine von vier Anlagestrategien empfohlen, die sich durch den Aktien- und Anleihenanteil voneinander unterscheiden. Solidvest investiert für Kunden direkt in aktiv gemanagte Einzeltitel aus einem weltweiten Aktien- und Anleihe-Spektrum. Dafür greift Solidvest auf die langjährige Erfahrung und das bewährte Zusammenspiel des hauseigenen Research- und Analystenteams zurück. Aktives Management, eine kontinuierliche Risikosteuerung und ein gut diversifiziertes Depot bieten den entscheidenden Vorteil, um auch in turbulenten Marktphasen stabile Erträge zu erzielen.

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Maximilian Nindel

Der Autor

Maximilian Nindel

Maximilian Nindel verantwortet die technische Projektumsetzung bei Solidvest. Nach einem Doppel-Bachelor der VWL und BWL schloss er Ende 2018 an der Universität Augsburg seinen VWL-Master mit seiner Arbeit zum Aufbau und Grenzen von digitalen Vermögensverwaltungen ab. Seit 2015 ist Herr Nindel für die DJE Kapital AG tätig, wo er im Research unter anderem die Hauseigene Datenbank aufbaute.

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