Sind kurzfristige Kursschwankungen ein Grund zur Sorge?

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten, die Volatilität, ist längst Teil des Alltags geworden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Aktien sich in ihrem Wert verändern. Sowohl positiv als auch negativ. Immerhin ist genau das das größte Versprechen einer Investition im Aktienmarkt: Die Chance auf eine positive Wertentwicklung der eigenen Anlage. Trotzdem versetzen Kursschwankungen Anleger immer wieder in Unbehagen.

In einer Studie fand das Marktforschungsinstitut Gfk1 heraus, dass über die Hälfte aller Deutschen die Aufs und Abs an den Börsen als größtes Risiko bei der Geldanlage empfinden. Groß ist die Sorge vor dem Verlust, geprägt von negativen historischen Ereignissen wie der Dotcom-Blase oder der großen Finanzkrise von 2008.

Die Angst vor dem Absturz

Extreme Kursentwicklungen lösen so oftmals defensive Reaktionen bei Anlegern hervor, etwa den Verkauf von Aktien oder gar das Auflösen des Portfolios. Gerade im ersten Quartal von 2020 brachen die weltweiten Aktienkurse heftig ein. Der Aktien-Index S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen widerspiegelt, gab bis zu 30 Prozent nach. Und strapazierte die Nerven der Anleger. Auch jetzt, da die Kurse der starken US-Tech-Werte eine Abwärtsbewegung erleben, sind Anleger verunsichert. Doch wie gefährlich sind kurzfristige Kursschwankungen eigentlich? Und wie brauchbar ist Volatilität als Risiko Messwert für eine Investition?

Fallende Kurse, steigende Schwankung

In der Regel tritt eine erhöhte Volatilität dann auf, wenn die Kurse bereits nachgegeben haben. Solange die Kurse noch auf hohem Niveau sind und die negative Entwicklung erst beginnt, hält sich das Auf und Ab in Grenzen. Sobald die Kurse fallen, nimmt die Volatilität zu. Aufschluss über das bevorstehende Volatilitätsniveau geben Indizes wie beispielsweise der CBOE Volatility Index (VIX)2 oder der VDAX. Der VIX zeigt die erwarteten Kursschwankungen der S&P 500 Aktien für die kommenden 30 Tage. Bei einem hohen Wert ist ein dynamischer Markt zu erwarten, ein niedriger Wert weist auf „ruhiges Fahrwasser“ hin.

Selbstbetrug

Nimmt der Anleger die Volatilität als einzigen Messwert für das Risiko, führt ihn das schlimmstenfalls zu folgendem Fehlschluss: Bei hoher Volatilität, also stark gefallenen Kursen, ist das Risiko hoch und ein Verkauf von Aktien daher sinnvoll. Der Einstieg wiederum wäre dann erst bei abnehmenden Kursschwankungen sinnvoll. Wenn sich die Kurse wieder erholt und stabilisiert haben. Folgt der Anleger dieser Denkweise, würde er im Worst Case Aktien zu niedrigeren Preisen verkaufen und zu höheren Preisen wieder einkaufen. Und sich so um seine Rendite bringen.

The Long Run

Anleger, die mit einem langfristigen Anlagehorizont agieren, brauchen sich vor kurzfristigen Kursschwankungen nicht zu fürchten. Wer sein Vermögen über mehrere Jahre hinweg aufbauen möchte, kann der Börsenweisheit von Investoren-Legende André Kostolany folgen: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten.“ Vorausgesetzt die Qualität der Anlage und des Managements stimmt. Eine professionelle Vermögensverwaltung, wie die von Solidvest, kann Ihnen bei letzterem helfen.

Quellen:

1. Gfk (11.09.2020)

2. Wikipedia Eintrag "CBOE Volatility Index" (10.09.2020)

Sebastian Hasenack

Der Autor

Sebastian Hasenack

Herr Hasenack ist studierter Diplom-Ökonom und beschäftigt sich seit 2015 mit digitaler Geldanlage. Er ist Mitgründer der ersten digitalen Vermögensverwaltung aus Luxemburg. Als verantwortlicher Geschäftsführer konnte er B2C sowie B2B-Modelle eines FinTechs begleiten. Vor der online Variante arbeitete Herr Hasenack im Portfolio- und Fondsmanagement einer klassischen Vermögensverwaltung. Bei Solidvest ist Herr Hasenack als Leiter verantwortlich für Vertrieb und innovative Kooperationsmodelle.

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