So gelingt der Einstieg am Aktienmarkt

Der Einstieg in die Welt von Aktien, Fonds und Finanzmärkten ist für den erstmaligen Anleger mit vielen Fragen verbunden. Denn sicher ist: Niemand verliert gerne Geld. Die Angst vor dem Verlustrisiko ist aber bei vielen Interessenten präsent. Zahlreiche Deutsche haben mittelbare und unmittelbare Erfahrungen mit negativen Entwicklungen am Kapitalmarkt gemacht. Etwa durch die Dotcom-Blase, die Finanzkrise 2007 und auch jetzt während Corona. Die Anleger wollen verständlicherweise beim Start „alles richtig“ machen. Aber was heißt das überhaupt?

 

Fragen über Fragen

Zunächst muss der Anleger einige elementare Fragen klären. Beispielsweise: Sollte ich mit meinem Anlagebetrag auf einmal einsteigen oder Stück für Stück über mehrere Monate? Die Antwort auf diese Frage hat mehrere Komponenten. Die erste und rational wichtigste Komponente, sind die Renditechancen. Unstrittig ist: Aktien weisen eine deutlich höhere statistische Renditeerwartung auf als risikoarme Anlageformen, wie beispielsweise Sparbücher und Co. Bei normalen Bewertungsverhältnissen sogar rund siebenmal so hoch. Gesagt werden muss aber auch: Das Verlustrisiko ist deutlich höher.

 

(Fast) Jeder Tag zählt

Da Aktien sich außerdem in einer stetigen Wertentwicklung befinden, verpassen diejenigen, die nicht investiert sind, jeden Tag mögliche Rendite. Dabei machen bereits wenige Tage einen großen Unterschied, wie eine Untersuchung der Sutor Bank zeigt. Aus ihr geht hervor, dass nur wenige verpasste Anlagetage die Rendite deutlich verringern können. Bei einem Investment in den DAX über 31 Jahre machten die stärksten 13 Tage 50 Prozent der Gesamtrendite aus. Wer die 33 besten Tage verpasste, musste sich mit negativer Rendite begnügen. Die Studie der Sutor Bank zeigt auch international ein vergleichbares Bild: Beim MSCI World reichen 12 verpasste, um die Rendite zu halbieren. Beim S&P500 17 und beim Hang Seng sogar nur 9 Tage. Das heißt auch: Eine Anlagesumme X in mehrere Monatschargen aufzuteilen ist rein rational betrachtet nicht ratsam. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass eine monatliche Anlage via Sparplan nicht sinnvoll ist. Denn nicht jeder Anleger verfügt über einen größeren Betrag zur Verfügung für eine Einmalanlage. Langfristig mithilfe eines Sparplans ein Vermögen aufzubauen ist für viele Einsteiger der richtige Weg.

 

Psychologie als Einstiegshemmnis

Denn auch, wenn die statistische Chance höher ist, mit einem Einmalinvestment eine höhere Rendite zu erzielen, spielt die eigene Psychologie eine wichtige Rolle. Die Sorge vor dem schlechteren Abschneiden bei einem „All in“ überwiegt oft die rationale Abwägung. Deswegen bevorzugen die meisten Privatanleger immer noch den phasenweisen Einstieg. So reduzieren sie für sich das „gefühlte Risiko“ – auch wenn das eigentlich nicht stimmt. Das ist, nebenbei bemerkt, auch einer der Hauptgründe, warum Menschen auf professionelle Vermögensverwaltung zurückgreifen. Hier arbeiten Experten mit langjähriger Erfahrung und treffen Anlageentscheidungen basierend auf Zahlen, Daten und Fakten. Psychologische Faktoren und persönliche Sorgen können so aus der Gleichung gekürzt werden.

 

Die Poker Parallele

Die Situation der Erstanleger hat gewisse Parallelen zum Poker. Genauer gesagt dem Setzverhalten. Auch unerfahrene Pokerspieler fragen sich: Wann soll ich was setzen? Oftmals warten sie dabei so lange um aktiv zu werden, dass die gestiegenen Blinds (Mindesteinsätze) ihre Chips nach und nach schwinden lassen. Das gilt auch für die Opportunitätskosten eines Nicht-Einstiegs am Kapitalmarkt. Denn so verpassen (Nicht-)Anleger höhere Renditenchancen und fahren mit risikoarmen Investments relative Verluste ein.

 

Perfektion ist Illusion

Genau aus dem Grund ist auch das Warten auf den „richtigen Zeitpunkt“ für eine Anlage irreführend. Entwickelt sich der Markt gut, ist er überteuert und Unkenrufe verlautbaren den nächsten Crash. Auf den mancher wartet, um dann bei niedrigen Kursen einzusteigen. Aber wann kommt der Crash? Bis dahin hat der Anleger durch den Nicht-Einstieg Renditechancen verstreichen lassen. Außerdem ergreift viele Anleger in Crash-Zeiten auch die Furcht vor einem weiteren Absturz. Ein sehr volatiler Markt mit vielen Ups und Downs wiederum verunsichert ebenso viele, die dann lieber auf „stabiles Fahrwasser“ warten. Kurzum: Es gibt immer einen Grund, um nicht einzusteigen und abzuwarten. Und wer diesen sucht, der wird ihn auch finden.

 

Auf Experten verlassen

Deswegen ist Unterstützung von Profis im Bereich der Geldanlage so wertvoll. Auch digital. Bei Solidvest folgen wir einem ausgeklügelten Investmentansatz mit einem Fundament aus umfassender Recherche und jahrzehntelanger Kapitalmarktexpertise. Dieser hat sich mittlerweile seit nun mehr über 45 Jahren bewährt. So finden nur nach strengen Kriterien sorgfältig ausgewählte Einzeltitel den Weg in unsere Portfolios. Bitte beachten Sie: Bei Investitionen am Kapitalmarkt sind trotz aller Expertise und Erfahrung Verluste möglich.

Sebastian Hasenack

Der Autor

Sebastian Hasenack

Herr Hasenack ist studierter Diplom-Ökonom und beschäftigt sich seit 2015 mit digitaler Geldanlage. Er ist Mitgründer der ersten digitalen Vermögensverwaltung aus Luxemburg. Als verantwortlicher Geschäftsführer konnte er B2C sowie B2B-Modelle eines FinTechs begleiten. Vor der online Variante arbeitete Herr Hasenack im Portfolio- und Fondsmanagement einer klassischen Vermögensverwaltung. Bei Solidvest ist Herr Hasenack als Leiter verantwortlich für Vertrieb und innovative Kooperationsmodelle.

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