Wie verhalten sich Anleger in schwierigen Marktphasen richtig?

Ein schwieriges Marktumfeld oder sogar ein Bärenmarkt ist nichts, worüber sich Anleger gemeinhin freuen. Trotzdem gehören die Schwächephasen in den normalen Wirtschaftszyklus und sind somit nicht zu vermeiden. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie Anleger sich während ruckeliger Börsenphasen verhalten sollten, um Risiken zu minimieren und sie möglichst unbeschadet zu überstehen. Wir haben hier einige wertvolle Tipps aufgelistet.

 

Mauer der Sorgen

Zuallererst müssen sich Anleger vor Augen führen, wovon in Krisenzeiten die größte Gefahr ausgeht. Dazu genügt meist ein Blick in den Spiegel. An der Wall Street gibt es eine alte Weisheit, die da lautet: „The Dow climbs a wall of worry“. Was so viel heißt wie, dass die Börse trotz diverser Rückschläge und Ängste immer weiter steigt. So kann beispielsweise ein heute dramatisch wirkendes Ereignis in einigen Monaten oder Jahren längst unbedeutend und harmlos erscheinen. Anleger müssen lernen, ihre Sorgen und Ängste zu kontrollieren und stets im großen Kontext ihres Anlagehorizonts zu denken. Denn am Tief zu verkaufen ist einer der schwerwiegendsten, aber stets wiederkehrenden Anlegerfehler. Emotionen haben im Entscheidungsprozess nichts zu suchen, auch wenn es schwerfällt.

 

Rückschläge zum Vorteil nutzen

Schlechte oder weniger gute Börsenjahre, wie bereits oben erwähnt, gehören mit dazu. Wer mit einem langfristigen Anlagehorizont agiert, braucht sich davor allerdings nicht zu fürchten. Im Gegenteil. Oft erleiden auch gute Unternehmen Rückschläge, wenn der gesamte Markt abgestraft wird. Dadurch eröffnen sich plötzlich Möglichkeiten, attraktive Aktien zu sehr attraktiven Kursen zu erwerben. Wer Bärenmärkte dazu nutzt, um seine Positionen zu besseren Kursen auszubauen oder neue Werte zu erwerben, die ihm bislang zu teuer gewesen sind, kann aus dem allgemeinen Unsicherheitsklima sogar gestärkt hervorgehen. Diese Herangehensweise wendet beispielsweise auch Altmeister Warren Buffett immer wieder an.

 

Toter Mann spielen

In einem richtigen Bärenmarkt, haben logischerweise die Bären das Sagen. Genau wie bei der Begegnung mit einem Grizzly kann es für Anleger ratsam sein, sich „tot“ zu stellen. Denn den Kampf mit einem 500 Kilo schweren, mit scharfen Klauen und Zähnen ausgestatteten Bären aufzunehmen, ist in den seltensten Fällen eine gute Idee. Wer plötzlich nervös wird und sich bewegt, kann schnell zum Grizzly-Snack werden.  Das gilt auch während eines Bärenmarkts. Um sich zu schützen, ist Ruhe Bewahren angesagt.

 

Gut vorbereitet sein

Ein gut aufgestelltes und austariertes Portfolio, das zur eigenen Risiko-Toleranz, den Zielen und dem Zeithorizont passt, ist auch im Bärenmarkt der beste Freund des Anlegers. Die Diversifizierung über verschiedene Assetklassen (Aktien, Anleihen, Liquidität), Regionen und Branchen, mildert negative Effekte auf die eigene Anlage ab. Wer hingegen alle Eier in denselben berühmten Korb legt oder zumindest sehr viele, bringt sein investiertes Geld zwangsläufig in Gefahr.

 

Kalkuliertes Risiko eingehen

Ein Faktor, der indirekt mit der eigenen Furcht zusammenhängt, ist der Umfang des eigenen Investments. Wer mehr investiert als er entbehren kann oder einen kurzen Anlagezeitraum (>3 Jahren) plant, wird automatisch besorgter sein als jemand, der weiß, dass er auch bei starken Kursverlusten Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf hat. Gerade bei kurzen Anlagezeiträumen ist das Verlustrisiko am Kapitalmarkt höher. Deswegen empfehlen wir bei Solidvest möglichst lange Anlagehorizonte.

 

Defensive Aktien einsetzen

Wer sein Portfolio stabilisieren möchte, kann das auch mit defensiven, anti-zyklischen Werten tun. Sie sind weniger Konjunktur-sensitiv und bieten somit in Zeiten allgemeiner Marktschwäche häufig eine bessere Kursentwicklung als zyklische Werte. Darüber hinaus sind defensive Aktien oft verlässliche Dividenden-Zahler, da ihre wirtschaftliche Entwicklung meist auch in Krisen stabil bleibt. Unternehmen, die Verbrauchsgüter wie Zahnpasta oder Shampoo verkaufen, aber auch Grundnahrungsmittelproduzenten und Telekommunikationsunternehmen gehören in diese Kategorie.

 

Ruhig bleiben und weitermachen

Selbstverständlich gibt es noch andere, insbesondere spekulativere und risikoreichere Methoden, um zu versuchen, aus fallenden Kursen Profit zu schlagen. Auf diese haben wir hier aber bewusst verzichtet. Anleger, die sich an diese Tipps halten und sich vor allem bewusst machen, dass Ruhe zu bewahren essenziell ist, werden auch in einem schwierigen Marktumfeld voraussichtlich gut fahren. Wer lieber auf die Hilfe von Profis setzen möchte, kann selbstverständlich auch eine professionelle Vermögensverwaltung, wie beispielsweise Solidvest in Anspruch nehmen. Fairer Hinweis: Auch ein professioneller Vermögensverwalter kann nicht unter Garantie jede Marktschwankung ausgleichen.

Sebastian Hasenack

Der Autor

Sebastian Hasenack

Herr Hasenack ist studierter Diplom-Ökonom und beschäftigt sich seit 2015 mit digitaler Geldanlage. Er ist Mitgründer der ersten digitalen Vermögensverwaltung aus Luxemburg. Als verantwortlicher Geschäftsführer konnte er B2C sowie B2B-Modelle eines FinTechs begleiten. Vor der online Variante arbeitete Herr Hasenack im Portfolio- und Fondsmanagement einer klassischen Vermögensverwaltung. Bei Solidvest ist Herr Hasenack als Leiter verantwortlich für Vertrieb und innovative Kooperationsmodelle.

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