Was ist ein Zinseszins?

Der Zinseszins ist wohl der älteste Leistungstreiber in der Investment-Geschichte. Jeder kennt diesen Satz: „Das Geld für sich arbeiten lassen.“ Der Zinseszins sorgt dafür. Für viele Menschen ist er, wie Albert Einstein einst sagte, das achte Weltwunder.

Zinshistorie

Doch machen wir zunächst einen kleinen geschichtlichen Exkurs zum Zins. Bis die Menschen seine Vorteile erkannten, dauerte es Jahrtausende. Zwar waren Zinsen vor über 2.500 Jahren schon bekannt, damals jedoch sehr verachtet. Der griechische Philosoph Aristoteles soll einst gesagt haben: „Das Geborene ist gleicher Art wie das Gebärende, und durch den Zins entsteht Geld aus Geld. Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur.“ Und so konnte der Zins bis in die frühe Neuzeit um das 16. Jahrhundert seinen Ruf nicht verbessern. So bezeichnete auch Martin Luther Zinsteilnehmer als Diebe, Räuber und Mörder.

Die Wende

Die damals sehr negative Meinung über Zinsen wird heute damit erklärt, dass Kredite früher nicht für wirtschaftliche Zwecke, wie Investitionen zur Geschäftsgründung und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern für die Überbrückung von Notsituationen im privaten Bereich genutzt wurden. Damit war der Zins negativ besetzt. Erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung des 17. Jahrhunderts wendete sich das Blatt. Diese Blütezeit des Handels verlangte nach finanziellen Ressourcen – und Händler waren schließlich bereit, Geld für geliehenes Kapital zu zahlen. So entwickelte sich der weltweite Kreditmarkt, der heute in fast allen Volkswirtschaften fester Bestandteil ist.

Die Idee hinter dem Zinseszins

Zurück zum Zinseszins: Grundidee ist, mit Geld weiteres Geld zu verdienen. Klingt simpel, viele unterschätzen jedoch die starke Wirkung, insbesondere auf lange Sicht.

 

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Nehmen wir an, das Zinsniveau steigt wieder auf drei Prozent und man hat 100.000 Euro zu diesem Zinssatz angelegt – dann ergibt sich jedes Jahr ein Gewinn von 3.000 Euro. Diesen Effekt nennt man einfachen Zinssatz. Reinvestierst man aber diese 3.000 Euro, erhält man im zweiten Jahr bereits Zinseszinsen: also Zinsen auf seine Zinsen.

In Zahlen:

103.000 Euro Kapital x 1,03 = 106.090 Euro

Damit sind 90 Euro der erste Zinseszins.

Wenn man diesen Betrag wieder reinvestiert, ergibt sich nach 10 Jahren:

100.000 Euro x 1,03^10 = 134.400 Euro

Legt man das Geld inklusive Zinsen weiter an, hat man nach 20 Jahren:

100.000 Euro x 1,03^20 = 180.600 Euro

Zum Vergleich:

Einfacher Zinseffekt: 100.000 Euro + 20 Jahre x 3.000 Euro = 160.000 Euro Zinseszinseffekt: 100.000 Euro + 20 Jahre x 3.000 Euro + Zinseszinsen = ≈180.600 Euro

Am Beispiel dieser Zinseszins-Entwicklung zeigt sich, wie stark die Hebelwirkung ist. Oder um es mit Warren Buffets Worten auf die Frage, wodurch er sein Reichtum erlangen konnte, zu sagen: „Drei Dinge. In Amerika zu leben, um die großartigen Gelegenheiten nutzen zu können, gute Gene zu haben, sodass ich lange leben kann, und Zinseszinsen.“

Wer über den Zinseszins hinaus Chancen am Aktien- und Anleihenmarkt aktiv nutzen und so eine höhere Rendite erzielen möchte, der kann aus der Expertise von Solidvest einen weiteren Vorteil ziehen. Und somit die Aussichten auf Ertrag zusätzlich steigern – entsprechend der persönlichen Risikoneigung und individuellen Investment-Präferenzen.

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Gianna Miscioscia

Der Autor

Gianna Miscioscia

Frau Miscioscia ist verantwortlich für die User Experience auf der Website sowie für Kommunikationsmaßnahmen im Online-Bereich. Zuvor war sie im Bereich Content-Strategy bei mytheresa.com, einem Online-Shop für Luxusmode, tätig. In ihrem BWL-Masterstudium an der Universität Bamberg setzte sie ihre Schwerpunkte auf Marktstrategien und Innovationsmanagement.

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