Drei wichtige Schritte vor dem Kauf einer Aktie

Der Kapitalmarkt, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2021 und Millionen neue Anleger Suchen ihr Glück in der Welt von Aktien, Anleihen und Co. Manche mit mehr, andere mit weniger Erfolg. Doch woran liegt das? „Glück“ werden jetzt einige sagen oder gar „Insiderinformationen“ vermuten. Aber was die erfolglosen von erfolgreichen Anlegern unterscheidet, ist ein konkreter Prozess, mit dem sie ihre Investmententscheidungen treffen und Aktien auswählen.

System statt Gefühl

Ein definierter Prozess für die Auswahl von Aktien ist ein kritischer Erfolgsfaktor an den Kapitalmärkten. Wer nur Gerüchten folgt, den Nachrichten oder dem Bauchgefühl, der wird sich erfahrungsgemäß schwertun. Wichtig für den Prozess ist, dass die Schritte einfach zu reproduzieren sind, damit er für jede Aktie wiederholt werden kann.

Deswegen ist ein System wichtig

Der anhaltende Bullenmarkt lässt erfolgreiches Investieren aktuell vergleichsweise leicht aussehen. Immer neue Höchststände erhärten den Eindruck, dass Anleger eigentlich gar nichts falsch machen können. Doch dieses Gefühl ist trügerisch. Die Vergangenheit lehrt uns, dass das Risiko einer Abwärtsentwicklung nie unterschätzt werden sollte. Und gerade im Übergang von Bullen- zum Bärenmarkt ist ein gutes System wichtig.

Was sollte ein System berücksichtigen?

Für erfahrene Anleger, die einen Stock Picking Ansatz verfolgen, spielt der Gesamtmarkt nur eine untergeordnete Rolle. Im Fokus steht immer die Aktie und ihr Wert an sich. Um einen effektiven Selektionsprozess zu definieren, sind diese Kernelemente wichtig:

 

Schritt 1: Ausstiegszeitpunkt kennen

Warum sollten Anleger damit anfangen? Ganz einfach: So lassen sich klare Rahmenbedingungen stecken. Ein konkretes Preisziel ist ein Ansatz, mit dem auch professionelle Anleger arbeiten. Wie man dabei genau vorgehen möchte, ist auch eine Frage der persönlichen Vorliebe. Es gibt konkrete Kursziele oder die Möglichkeit nach einem festgelegten prozentualen Zuwachs zu verkaufen. Um Stopp-Loss oder Stop Orders festzulegen, ist auch ein Blick auf die Markttechnik hilfreich. Dieser Schritt ist nicht unumstritten. Manche Anleger sind der Auffassung, dass festgelegte Stop Orders zur Gewinnmitnahme größere Gewinne verhindern. Andere wiederum sehen in dem klaren Begrenzen eine Möglichkeit, sich vor tollkühnen Mutproben zu bewahren.

Wer sich den „Weg nach oben“ nicht verbauen möchte, kann auch folgendes Prozedere verwenden: Trailing Stops. Das heißt eine nach oben durchlässige Preisgrenze, die die Stop Order Höhe bei steigenden Kursen automatisch immer weiter anhebt. Fällt der Kurs wieder unter die Stop Grenze, wird eine Verkaufsorder ausgelöst.

 

Schritt 2: Technische und fundamentale Analyse nutzen

Zwar werden die Markttechnik und die fundamentale Analyse gerne als gegensätzliche Methodologien dargestellt, in der Realität sind sie aber komplementär. Nur, wer beide Perspektiven nutzt, um eine Aktie zu bewerten, kann sie vollumfänglich einschätzen.

Die technische Analyse ist wichtig, um Kurs-Entwicklungen von Aktien einzuschätzen sowie günstige Einstiegs- und Verkaufszeitpunkte zu ermitteln. Diese Analyse beschäftigt sich mit historischen Kursverläufen und versucht basierend darauf die künftige Entwicklung zu prognostizieren. Die Markttechnik berücksichtigt aber nur die Meinung des Marktes, betriebswirtschaftliche Informationen spielen keine Rolle. Die technische Analyse ist für das Momentum Investing sehr relevant.

Wenn Aktien eine gute Markttechnik aufweisen, ist es wichtig zu prüfen, ob bspw. ein Aufwärtstrend eine rationale Grundlage hat, es sich um reine Spekulation handelt (wie bei den Wall Street Bets) oder ein einmaliges Ereignis den Trend verursacht hat. Dafür lohnt sich ein Blick in die Nachrichten und Informationen zu dem Unternehmen.

Last but not least folgt der Blick auf die Fundamentaldaten. Ein Unternehmen auf Herz und Nieren zu untersuchen ist eine der wichtigsten Hausaufgaben für Anleger. Gute Charts sind das eine, aber wenn die Unternehmenszahlen nicht stimmen, sind böse Überraschungen vorprogrammiert.

 

Schritt 3: Vernünftig diversifizieren

Wie gut passt eine Aktie zu meinem Portfolio? Diese Frage sollten sich Anleger abschließend beantworten. Habe ich die Region oder den Sektor beispielsweise schon in meinem Portfolio ausreichend abgedeckt? Entsteht vielleicht ein Übergewicht in einem Bereich? Gerade Neulinge auf dem Kapitalmarkt tendieren dazu, ihr Geld hauptsächlich in eine Aktie zu stecken und zu hoffen, dass alles gut geht. Das kann funktionieren, ist in der Regel aber gefährlich und führt oft zu schmerzhaften Börsenerfahrungen. Wenn die Aktie gut in das Portfolio passt, steht einem Kauf nichts mehr im Weg.

Wie Anleger ihr Portfolio richtig diversifizieren, um solchen Risiken vorzubeugen, haben wir in diesem Blogbeitrag erklärt.

Zeit investieren

Sie verbessern Ihre Chancen deutlich, wenn Sie sich die Zeit nehmen, um jedes Aktieninvestment zu prüfen. Wenn Sie keine Zeit oder keine Muße haben, sich in der Tiefe mit Aktien und den Märkten zu beschäftigen, können Sie bei der Geldanlage auch auf einen professionellen Vermögensverwalter setzen. Falls Sie mehr über die Methode erfahren möchten, mit der Solidvest investiert, können Sie hier im Blog weiterlesen.

Fairer Hinweis: Auch wenn Sie die aufgezeigten Schritte berücksichtigen oder auf Profis zurückgreifen, sind Verluste ihres eingesetzten Kapitals möglich.

Sebastian Hasenack

Der Autor

Sebastian Hasenack

Herr Hasenack ist studierter Diplom-Ökonom und beschäftigt sich seit 2015 mit digitaler Geldanlage. Er ist Mitgründer der ersten digitalen Vermögensverwaltung aus Luxemburg. Als verantwortlicher Geschäftsführer konnte er B2C sowie B2B-Modelle eines FinTechs begleiten. Vor der online Variante arbeitete Herr Hasenack im Portfolio- und Fondsmanagement einer klassischen Vermögensverwaltung. Bei Solidvest ist Herr Hasenack als Leiter verantwortlich für Vertrieb und innovative Kooperationsmodelle.

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